Präventivmedizin und Internet: Prävention durch Information
Zitierweise:

Eysenbach, Gunther: Präventivmedizin und Internet -Prävention durch Information. In: Allhoff PG, Leidel J, Ollenschläger G, Voigt HP (Hrsg.): Präventivmedizin (5. Nachlieferung/6.Auflage). Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, 1997

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Das Internet

Internet-Grundlagen

Das Internet ist - etwas vereinfacht ausgedrückt - ein globales Computernetz, welches die Rechner von Universitäten, Firmen und Privatnutzern miteinander verbindet.

Die technischen Grundlagen des Internets zu erläutern geht über die Zielsetzung dieses Beitrags hinaus, dennoch sollen vorab einige Begriffe erläutert werden.

Das Internet stellt dem Benutzer verschiedene Dienste zur Verfügung, von denen die wichtigsten sind:

Internet-Benutzer

Während das Internet noch vor wenigen Jahren überwiegend von Wissenschaftlern oder allenfalls "Computerfreaks" genutzt wurde, deuten heute (mit einigen Jahren Verzögerung nach den USA) beachtliche Veränderungen in der Soziodemographie der Online-Nutzer darauf hin, daß sich das Internet mehr und mehr zu einem "Medium für alle" entwickelt - die Internet-Nutzerschaft wird immer vielschichtiger; es kommen Nutzer aus Bevölkerungsgruppen hinzu, welche Online-Medien erst jetzt für sich entdecken [1].

So ist etwa der Anteil der Frauen unter den WWW-Nutzern ist seit 1995 von 6% auf rund 11% gestiegen (Tab. 1). Die Altersverteilung wird breiter, da die einst stärkste Altersgruppe (20­29 Jahre) im Vergleich zu älteren Jahrgängen (über 30 Jahre) an Bedeutung verloren hat. Das durchschnittliche Alter ist mittlerweile von 29 auf 32 Jahre angestiegen.


Tabelle 1: Soziodemographische Daten der deutschen Internetbenutzer

(Quelle: W3B-Umfrage vom 9. April bis 25. Mai 1997, 16.299 Teilnehmer [1])

Geschlecht

Männer89,5%
Frauen10,5%


Schulabschluß (bereits absolviert)

Keiner2,2%
Hauptschulabschluß6,4%
Mittlere Reife19,8%
Abitur71,6%

Berufliche Tätigkeit

Studenten22,4%
Angestellte39,2%
Selbständige14,9%
Schüler/Auszubildende/Lehrlinge7,7%
Doktoranden3,7%
Beamte5,0%
Sonstige7,1%

Branche der beruflichen Tätigkeit

EDV, Elektrotechnik29,9%
Medien, Werbung11,8%
Wissenschaft, Bildung, Kunst7,0%
Chemische Industrie, Metall6,0%
Handel 5,6%
Gesundheitswesen, Medizin5,0%
Telekommunikation 4,9%
Andere 29,8%


Auch Mediziner nutzen zunehmend das Internet. Noch 1993 wussten beispielsweise erst 18% der Medizinstudenten, was "email" ist [2], heute (1997) wissen es 96% und etwa die Hälfte der Studenten nutzt das Internet [3]. Auch gehört das Internet mittlerweile für rund die Hälfte der niedergelassenen Ärzte zum Praxialltag.

Zugang zum Internet

Den Zugang in das weltweite Computernetz Internet verschaffen sich die meisten WWW-Nutzer über einen eigenen Account bei einem proprietären Online-Dienst wie T-Online, AOL, CompuServe. Für Ärzte eröffnet sich darüber hinaus neuerdings die Möglichkeit, sich über spezifische, geschlossene Medizinernetze (Intranets), wie etwa das Deutsche Gesundheitsnetz der BÄK/KBV und des Unternehmens o.tel.o (ehemals Vebacom) in das Internet einzuwählen [4]. Viele können den Internet-Anschluß einer Universität oder ihres Arbeitgebers nutzen. Darüber hinaus gibt es spezielle Internet-Anbieters wie z.B. germany.net oder metronet.


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